02 Januar 2013

hi my dears!
feliz navidad y prospero ano!<3

neues jahr, zeit für gute vorsätze.
und der moment, um ein bisschen über das eigene leben zu resümieren.
(obwohl das eigentlich etwas ist, was man ständig tun sollte und weiß gott nicht nur einmal im jahr.)
was diesen blog betrifft steht mein guter vorsatz schon mal fest:
mehr schreiben.
und zwar indem ich den ganzen englisch-kram doch aufgebe.
es war letztendlich doch ein zu utopischer versuch, englisch ist nunmal nicht meine muttersprache. immer musste ich händeringend nach den passenden formulierungen suchen und trotzdem klang es nie wirklich gut.
egal, es hat mir freude bereitet und das ein oder andere habe ich wohl auch dazugelernt.

die lange lücke müsst ihr übrigens mal wieder entschuldigen, aber ganz ehrlich:
jeder, der in dieser wundervollen zeit noch dazu kommt, im internet rumzuhängen, tut mir leid.
ich habe diese tage wie immer mit meiner familie und meinen freunden verbracht.
nach 3 tagen der völlerei mit meinen großeltern und meinem lieben onkel hatte ich ein paar tage zeit zu verdauen, allen freunden noch frohe weihnachten zu wünschen und sich über die ergatterten geschenke auszutauschen um dann die koffer für münchen zu packen.

hier sind wir nämlich am 30. hingefahren.
zu einer freundin, die ich noch aus dem kindergarten kenne.
als ich 4 jahre alt war haben wir ein jahr lang in münchen gewohnt.
manchmal denke ich, dass es sogar besser war, dass wir dann schon wieder weg sind, weil das hier gar nicht das beste für mich gewesen wäre.
mir scheint es, als wären die jugendlichen hier einfach zu früh mit zu verwirrendem konfrontiert worden und als wären sie sich nun nicht mehr sicher, wie man richtig glücklich wird.
viele von ihnen sehen jetzt schon immer so unendlich müde und traurig aus.
wenn sie nicht grade feiern und trinken und rauchen.
als ich einen jungen gefragt habe, wieso er denn so oft rauche, hat er beteuert, dass es wirklich helfe. helfe, sich zu beruhigen.
die antwort war verwirrend.
wieso denn beruhigen?
ich kenne das bedürfnis nicht, mich zu beruhigen.
es gibt einfach nichts, was mich so fertig macht, dass ich mich mit ein bisschen teer und tabak beruhigen müsste.
eines haben die begegnungen aber bei mir hinterlassen: angst.
ich habe angst, dass auch ich diesen scheinbar so beunruhigenden sachen irgendwann begegnen werde, dass sie einfach nur hinter der nächsten ecke auf mich lauern, dass ich früher oder später die sorgen dieser jugendlichen teilen werde.
oder brauche ich mich gar nicht zu fürchten?
sind sie alle nur so angestrengt, weil sie dem extremen druck standhalten müssen, zwischen all den anderen beliebten jugendlichen nicht unterzugehen?
bei so einer großen konkurrenz schaukelt sich das glaube ich sehr schnell hoch und alles durchschnittliche, gewöhnliche wirkt plötzlich so schrecklich öde.
also geht man eben immer länger weg, feiert immer wildere parties, probiert immer härtere drogen.
man verliert das gefühl dafür, was einem guttut und vergisst, wie einfach es doch eigentlich ist, glücklich zu sein.
wenn mir all diese sorgen den traum vom großstadtleben wieder einmal trüben, scheint es gar nicht mehr so schlimm, all die jahre in einer kleinstadt aufgewachsen zu sein.
danke mama und papa.
mary poppins wusste es eben schon immer: übermut tut selten gut.

trotzdem, nach all der schwarzmalerei: in münchen steppt halt einfach der bär!*-*
und mein silvester hier war das beste aller zeiten!
(immer diese hunder-achtzig-grad-wendungen was meine gedanken angeht ey, tut mir leid!)
das problem ist eben, dass es so toll ist, hier zu feiern.
übertreiben darf man es aber nicht.
und das scheint ziemlich schwer zu sein.
ich glaube, dass ich die richtige dosis auch nie gefunden hätte.

aber morgen geht es dann ja auch wieder heim.
ein tag länger wäre jedoch noch schön gewesen. schließlich ist morgen abend noch nacht-flohmarkt!
versprecht mir, dass ihr da hin geht, falls ihr zur zeit in münchen seid!


am montag fängt auch die schule wieder an, juche!
auf meine ganzen wöchentlichen hobbies und pflichten freue ich ja mal gar nicht..
dieses wochenende poste ich euch aber dann auch endlich mal die photos.
das ist eine ganze menge, die sich da angesammelt hat!

bis dahin wünsche ich euch noch ein schönes ferienende.
am besten mit langen morgenden im warmen bett mit kakao oder tee oder kaffee oder wie es euch eben beliebt - überall sonst ist es ja auch grade viel zu kalt.
(trotzdem: einmal darf es gerne noch schneien, ich habe den ganzen verdammten winter noch keinen schneemann gebaut und das kann ja wohl nicht angehen!)

adios amigos,
hasta luego!