buenas noches!
in meinem kopf schwirren viel zu viele namen,
gesichter,
bilder,
wörter
und sinneseindrücke herum,
als das ich in der lage wäre,
diese in eine sinnvolle reihenfolge zu bringen!
gesichter,
bilder,
wörter
und sinneseindrücke herum,
als das ich in der lage wäre,
diese in eine sinnvolle reihenfolge zu bringen!
versuchen will ich es trotzdem..:)
auch dienstag abend am flughafen hatte ich,
glaube ich,
immer noch nicht wirklich registriert,
was meine abreise bedeuten würde.
glaube ich,
immer noch nicht wirklich registriert,
was meine abreise bedeuten würde.
3 monate ohne meine eltern zu sehen (skypen zählt ja wohl nicht!),
3 monate die volle verantwortung für alle meine entscheidungen übernehmen,
3 monate auf eigenen beinen stehen und sich da draußen,
weit weit weg von allem mir vertrauten,
behaupten müssen?
3 monate die volle verantwortung für alle meine entscheidungen übernehmen,
3 monate auf eigenen beinen stehen und sich da draußen,
weit weit weg von allem mir vertrauten,
behaupten müssen?
das ist schon eine verdammt große sache.
trotzdem war ich mir eben dieser sache die ganze zeit über,
die ich meinen aufenthalt hier geplant und alle nötigen vorbereitungen getroffen habe,
irgendwie nicht richtig bewusst.
die ich meinen aufenthalt hier geplant und alle nötigen vorbereitungen getroffen habe,
irgendwie nicht richtig bewusst.
es gab zwar momente in denen mir ganz kurz dämmerte,
welche großen veränderung dort auf mich zukommen
und in denen ich mich augenblicklich in einen rausch aus neugier und aufregung versetzt fühlte,
doch die waren eine ausnahme.
welche großen veränderung dort auf mich zukommen
und in denen ich mich augenblicklich in einen rausch aus neugier und aufregung versetzt fühlte,
doch die waren eine ausnahme.
aber vorgestern dann,
nachdem ich mich am frankfurter flughafen von meiner ganzen familie verabschiedet habe,
alle nochmal fest in die arme geschlossen
und mich über die vollständigkeit meiner reisedokumente versichert habe,
überkam es mich plötzlich doch:
das bewusstsein,
auf einmal niemanden mehr zu haben,
der immer für einen da ist und einem den rücken freihält.
keine eltern oder besten freunde mehr,
auf die man sich verlassen kann.
es war wirklich ein bisschen so,
als hätte ein fieser angler mich,
einen kleinen regenwurm,
an das ende seiner angel in weitentferntes,
eiskaltes wasser getaucht.
unbeschreiblich,
das gefühl,
die stolzen und doch besorgten blicke meiner eltern auf meinem rücken zu spüren
und ihre erleichterung als mich doch nochmal zum winken umgedreht habe..
nachdem ich mich am frankfurter flughafen von meiner ganzen familie verabschiedet habe,
alle nochmal fest in die arme geschlossen
und mich über die vollständigkeit meiner reisedokumente versichert habe,
überkam es mich plötzlich doch:
das bewusstsein,
auf einmal niemanden mehr zu haben,
der immer für einen da ist und einem den rücken freihält.
keine eltern oder besten freunde mehr,
auf die man sich verlassen kann.
es war wirklich ein bisschen so,
als hätte ein fieser angler mich,
einen kleinen regenwurm,
an das ende seiner angel in weitentferntes,
eiskaltes wasser getaucht.
unbeschreiblich,
das gefühl,
die stolzen und doch besorgten blicke meiner eltern auf meinem rücken zu spüren
und ihre erleichterung als mich doch nochmal zum winken umgedreht habe..
nach dem ganzen sicherheitskram war ich um eine schere ärmer,
die ich dummerweise in meinem handgepäck gelassen hatte,
aber bereit für den abflug.
die ich dummerweise in meinem handgepäck gelassen hatte,
aber bereit für den abflug.
leider habe ich keine freundschaft mit meinem sitznachbarn geknüpft,
obwohl auf dem 13 stunden flug (!) ja zeit genug dafür gewesen wäre.
der mittelalte deutsche hat aber irgendwie immer geschlafen,
wenn ich wach war,
ich,
wenn er es war.
obwohl auf dem 13 stunden flug (!) ja zeit genug dafür gewesen wäre.
der mittelalte deutsche hat aber irgendwie immer geschlafen,
wenn ich wach war,
ich,
wenn er es war.
was ich ziemlich besorgniserregend fand,
waren die gleich zu beginn angekündigten turbulenzen.
da freut man sich doch,
für den nächsten dreiviertel tag keinen festen boden unter den füßen zu haben!
waren die gleich zu beginn angekündigten turbulenzen.
da freut man sich doch,
für den nächsten dreiviertel tag keinen festen boden unter den füßen zu haben!
wie ihr seht habe ich den flug trotzdem überlebt,
ein zuckerschlecken war es aber nicht grade..:/
ein zuckerschlecken war es aber nicht grade..:/
der einzige moment auf meiner reise,
der wirklich wirklich magisch war,
war,
als wir kurz vor der landung über buenos aires geflogen sind!
die stadt,
um 7 uhr morgens war noch alles stockdunkel,
brannte unter uns gerade zu.
tausende lichter blinkten und leuchteten um die wette.
der wirklich wirklich magisch war,
war,
als wir kurz vor der landung über buenos aires geflogen sind!
die stadt,
um 7 uhr morgens war noch alles stockdunkel,
brannte unter uns gerade zu.
tausende lichter blinkten und leuchteten um die wette.
ich habe versucht,
das lichtermeer für euch festzuhalten,
doch weder mit kamera noch als film wird das ergebnis auch nur annähernd dem einzigartigen anblick gerecht..:/
das lichtermeer für euch festzuhalten,
doch weder mit kamera noch als film wird das ergebnis auch nur annähernd dem einzigartigen anblick gerecht..:/
so.
nun war ich also gelandet,
hatte zum ersten mal südamerikanischen boden unter meinen füßen.
zeit zum staunen blieb mir aber nicht viel.
ja,
die fehlt mir hier irgendwie andauernd.
so viel unbekanntes und so wenig zeit,
um darüber nachzudenken!
nachdem ich mich dann endlich ein bisschen in diesem flughafen orientiert
und mich mit meinem unglaublich schweren koffer zum ausgang geschleppt hatte,
haben mich auch schon agustina,
ihre mutter sandra und nora,
die austauschpartnerin von agustinas zwillingsschwester vici,
herzlich begrüßt
- mit umarmung und besitos natürlich;).
ich habe mich richtig gefreut,
dass sie drei alle dort auf mich gewartet haben,
um mich willkommen zu heißen,
denn ich wusste nicht,
wer mich abholen würde.
und mich mit meinem unglaublich schweren koffer zum ausgang geschleppt hatte,
haben mich auch schon agustina,
ihre mutter sandra und nora,
die austauschpartnerin von agustinas zwillingsschwester vici,
herzlich begrüßt
- mit umarmung und besitos natürlich;).
ich habe mich richtig gefreut,
dass sie drei alle dort auf mich gewartet haben,
um mich willkommen zu heißen,
denn ich wusste nicht,
wer mich abholen würde.
die fahrt "nachhause" war dann wirklich lang,
wir mussten uns durch den morgendlichen verkehr quälen.
wir mussten uns durch den morgendlichen verkehr quälen.
irgendwie haben wir im auto kaum spanisch geredet,
ich kam mir ein bisschen dumm vor,
weil sandra bei uns drei deutsch-sprechenden bestimmt nicht so viel verstanden hat.
ich kam mir ein bisschen dumm vor,
weil sandra bei uns drei deutsch-sprechenden bestimmt nicht so viel verstanden hat.
erst im auto ist mir dann aufgefallen,
wie unglaublich müde ich eigentlich bin.
meine versuche,
im flugzeug zu schlafen waren jetzt nicht so erfolgreich
und vom fliegen an sich war ich auch etwas angeschlagen,
also kopfschmerzen und schwindel.
irgendwie zeigt mir mein körper doch immer sehr deutlich,
dass wir menschen nun einmal landsäugetiere sind und nichts soweit oben zu suchen haben..
über den tag musste ich also echt immer wieder aufpassen,
dass meine augen nicht zufallen
und auch,
sich andauernd auf das spanische zu konzentrieren,
war wirklich schwer.
als wir nach einem abstecher in eine bäckerei dann endlich in der avenida florida im stadtteil vicente lopez, wo wir wohnen,
angekommen sind,
haben wir nur noch gefrühstückt,
bevor ich mich schnell für eine stunde ins bett gelegt habe.
beim essen habe ich übrigens cynthia kennengelernt,
die junge paraguayerin,
die sich hier jeden vormittag um das haus kümmert und kocht.
das ist in argentinien ganz normal bei der oberen mittelschicht,
bei philipp gibt es glaube ich 2 oder 3 haushälterinnen..
die kleine morgen-siesta hat sich dann auch echt als eine gute idee herausgestellt:
nachdem ich noch geduscht habe (das war gar nicht so einfach),
war ich wieder halbwegs hergestellt,
zumindest was kopfweh,
schwindel und das aussehen meiner haare angeht.
so mehr oder weniger frisch haben sich nora,
agustina und ich um ungefähr halb eins auf den weg zur schule gemacht.
sandra hat uns mit dem auto zur station gebracht,
von wo aus wir immer mit dem zug zur schule fahren.
das fand ich ehrlich gesagt etwas unnötig,
wir wären vielleicht 10 minuten gelaufen,
aber scheinbar lassen wir uns hier fahren,
wann immer es geht.
beim zug habe ich dann auch zum ersten mal mitbekommen,
was alle meinen, wenn sie sagen,
dass in argentinien vieles ziemlich unorganisiert ist
und die entscheidungen der leute meist eher impulsiv als überdacht sind.
im endeffekt haben wir 2 züge verpasst,
weil wir andauernd von einem bahnsteig auf den anderen gerannt sind,
bis wir dann endlich einen erwischt haben.
die züge hier sind zwar nicht gerade in einem guten zustand wie in europäischen großstädten,
aber das hatte ich ehrlich gesagt auch nie erwartet.
im endeffekt waren wir glaube ich 20 minuten zu spät in der schule,
aber nora und ich sind sowieso nicht in den unterricht gegangen,
sondern haben mit jil und lea,
die grade an ihrem tagebuch,
dass wir hier alle erstellen müssen,
weitergearbeitet haben,
vor dem klassenraum herumgesessen.
das mit diesem tagebuch ist wie gesagt verpflichtend.
wir sollen über unsere gastfamilie,
unsere anreise,
buenos aires
und anderen sachen schreiben,
was ich aber eigentlich auch gut finde,
denn dann haben wir wirklich alle eine tolle erinnerung an unseren austausch.
später,
naja um halb drei aber das bedeutet ja halb acht in deutschland,
sind wir vier dann noch zu starbucks gelaufen.
da ich aber immer noch kein geld in pesos umgetauscht habe,
konnte ich nichts kaufen.
pünktlich zum schulschluss sind wir zurückgelaufen,
um vici und agustina zu treffen und außerdem noch andere deutsche,
die nora eingeladen hat.
sie wollte gerne mit allen noch einmal zeit verbringen,
bevor sie abfliegt.
ich war in dem moment wirklich verdammt überfordert mit den ganzen namen.
jil,
lea und nora kannte ich zwar,
aber auf einmal waren da noch 7 andere deutsche mädchen und tausende freundinnen von agus und vici,
die alle gefragt haben,
wie mein flug war und wie es mir geht und so weiter.
es war richtig lieb von allen,
dass sie mich so willkommen geheißen haben,
die argentinierinnen sind alle sehr offen und auch mit einigen deutschen habe ich mich länger unterhalten.
philipp und ich sind scheinbar zu einem etwas komischen zeitpunkt hergekommen:
richtig viele,
die jetzt hier sind (insgesamt sind wir glaube ich 27),
sind schon seit ende märz in buenos aires und fahren innerhalb der nächsten drei wochen
und ebenfalls richtig viele kommen erst noch.
im juli werden wir soweit ich weiß 48 deutsche sein und ich finde das ehrlich gesagt nicht so verlockend. dann rennen auf einmal beinahe 50 deutsche in der schule rum,
die sowieso nicht so groß ist,
und die argentinier haben bestimmt kein wirkliches interesse mehr daran,
sich mit einem der vielen deutschen richtig anzufreunden.
auch werde ich einfach nicht mehr durchblicken bei den ganzen neuen namen
und es werden sich sicherlich grüppchen bilden.
das war bestimmt viel schöner für die ersten 10 deutschen,
die sich jetzt alle so gut miteinander verstehen!:/
aber da man daran wohl nichts mehr ändern kann,
muss ich versuchen,
das beste daraus zu machen..
wir gucken jetzt einfach,
dass wir uns von den alten hasen hier noch ganz viele tipps geben lassen,
da wir ja bald die alten sind.
ich habe schon gelernt,
bei wem ich auf gar keinen fall in den unterricht gehen sollte und wie das ungefähr mit dem geld abläuft.
als wir dann alle zusammen bis nach hause gelaufen waren,
musste ich wirklich lachen:
weder agustina noch vici hatten ihre schlüssel - llaves - dabei
und sandra und cynthia waren beide nicht zuhause.
damit wir reinkonnten sind agustina und ihre freundin,
die sehr lieb ist,
aber deren namen ich noch immer nicht weiß,
einfach mal über 2 zäune geklettert und haben uns die tür geöffnet.
das manöver hatte schon einen applaus verdient..:D
ich habe mich gefreut,
als alle anderen deutschen gesagt haben,
dass sie nur in wohnungen wohnen und unser haus ziemlich cool ist.
das finde ich aber auch,
so von den dimensionen ist das eigentlich alles wie bei uns,
es gibt einen garten mit pool und das beste ist glaube ich das "zweithaus".
dort wohnt zwar niemand,
aber es gibt sofas,
tische,
stühle,
ein bad..
perfekt also zum feiern.
in diesem haus,
das eigentlich nur aus einem großen raum besteht,
haben wir alle zusammen gesessen und geredet,
gelacht und gegessen.
vor allem gegessen:D
chocotorta,
die nora und agus bevor wir zur schule sind extra noch gemacht haben,
ist verdammt lecker.
ich werde bald einen extrapost über all die köstlichkeiten,
die ich hier schon gegessen habe machen
- mit photos, bei denen mir zumindest das wasser im mund zusammenläuft..;)
von dem gemeinsamen abend gibt es auch ein paar photos,
vielleicht komme ich ja irgendwie mal an die heran,
dann poste ich sie hier.
obwohl ich anfangs echt nicht sicher war,
ob ich an meinem ersten tag direkt zur schule sollte oder nicht besser ausschlafen,
war ich richtig froh,
dass ich mich im endeffekt doch aufgerappelt habe.
zum einen ist das natürlich besser,
damit ich den jetlag schnell loswerde
und so konnte ich schon an meinem ersten tag viele neue leute kennenlernen.
um 7 sind alle gegangen,
da sie nicht allzu spät nach hause kommen dürfen.
ich habe mich danach noch kurz mit sandra unterhalten und bin dann nochmal hoch ins zimmer.
zum glück habe ich es tatsächlich geschafft,
so eine viertel stunde mit meinen lieben eltern zu skypen!
danach kam dann aber sergio,
der vater der hauses,
von der arbeit zurück und ich wollte ihm natürlich sofort hallo sagen.
zugegeben,
ich habe immer erstmal ein bisschen respekt vor den vätern anderer leute,
weil ich auch schon manche erlebt habe,
die richtige familienoberhäupter sein wollen und andauernd rumbestimmen.
aber bei sergio ist das alles anders,
er ist richtig richtig lieb!
ich bin so unendlich erleichtert und froh,
dass ich es so gut mit meiner gastfamilie getroffen habe,
schließlich werde ich noch viel zeit mit ihnen verbringen!
vici,
agus,
sandra
und sergio,
cynthia
und auch nicht zu vergessen die beiden süßen hunde bruno und yaru,
von denen ich euch unbedingt auch mal photos zeigen muss,
sind alle wirkliche schätze.
ich freue mich sehr auf alles,
was wir gemeinsam erleben werden!
meine ganzen gastgeschenke habe ich an diesem abend auch noch verteilt.
von deutschland hatte ich verdammt viele süßigkeiten wie haribokrams und schokolade für agus und vici
und pralinen für sandra und sergio mitgebracht.
auch für cynthia hatte ich pralinen.
außerdem haben agus und vici noch die tshirts bekommen, die ich mit kartoffeln bestempelt hatte
- die habt ihr ja schon gesehen -
und für sandra und sergio gab es noch tee und birnenschnaps.
auf agustinas wunsch,
habe ich erstmal behaupten müssen,
der alkohol sei selbstverständlich "solamente por agustina"..:D
spät spät spät um 9,
also um 2 in deutschland,
gab es dann abendessen.
alle,
die schonmal in argentinien waren,
müssten auch sofort wissen,
was es gab,
wenn ich ihnen sage,
welches datum wir hatten:
den 29.
gnocchis!
am 29. jeden monats ist hier gnocchitag
- dia de ñoqui -
wahrscheinlich ein brauch,
den man auf die italienischen wurzeln vieler argentinier zurückführen kann.
bei allen familien hier gibt es an diesem abend selbstgemachte gnocchi
und alle deutschen haben gesagt,
dass sie das unbedingt auch bei sich einführen wollen,
sobald sie zurück sind..;)
zum essen war auch noch die tante da,
leider habe ich ihren namen einfach schon wieder vergessen!
sie ist aber auch sehr nett.
anscheinend waren mir dann aber langsam die strapazen
dieses endlos langen und verdammt ereignisreichen ersten tages wirklich ins gesicht geschrieben,
sodass ich ins bett entlassen wurde,
damit ich endlich meinen schlaf nachhole.
das war auch besser so,
denn nachdem ich noch kurz wach war,
schon ein bisschen geschrieben und dem straßenlärm zugehört habe, sind mir die augen endlich zugefallen.
ich glaube, der 29. mai war wirklich der längste und aufregendste tag, den ich seit langem erlebt habe!
wie unglaublich müde ich eigentlich bin.
meine versuche,
im flugzeug zu schlafen waren jetzt nicht so erfolgreich
und vom fliegen an sich war ich auch etwas angeschlagen,
also kopfschmerzen und schwindel.
irgendwie zeigt mir mein körper doch immer sehr deutlich,
dass wir menschen nun einmal landsäugetiere sind und nichts soweit oben zu suchen haben..
über den tag musste ich also echt immer wieder aufpassen,
dass meine augen nicht zufallen
und auch,
sich andauernd auf das spanische zu konzentrieren,
war wirklich schwer.
als wir nach einem abstecher in eine bäckerei dann endlich in der avenida florida im stadtteil vicente lopez, wo wir wohnen,
angekommen sind,
haben wir nur noch gefrühstückt,
bevor ich mich schnell für eine stunde ins bett gelegt habe.
beim essen habe ich übrigens cynthia kennengelernt,
die junge paraguayerin,
die sich hier jeden vormittag um das haus kümmert und kocht.
das ist in argentinien ganz normal bei der oberen mittelschicht,
bei philipp gibt es glaube ich 2 oder 3 haushälterinnen..
die kleine morgen-siesta hat sich dann auch echt als eine gute idee herausgestellt:
nachdem ich noch geduscht habe (das war gar nicht so einfach),
war ich wieder halbwegs hergestellt,
zumindest was kopfweh,
schwindel und das aussehen meiner haare angeht.
so mehr oder weniger frisch haben sich nora,
agustina und ich um ungefähr halb eins auf den weg zur schule gemacht.
sandra hat uns mit dem auto zur station gebracht,
von wo aus wir immer mit dem zug zur schule fahren.
das fand ich ehrlich gesagt etwas unnötig,
wir wären vielleicht 10 minuten gelaufen,
aber scheinbar lassen wir uns hier fahren,
wann immer es geht.
beim zug habe ich dann auch zum ersten mal mitbekommen,
was alle meinen, wenn sie sagen,
dass in argentinien vieles ziemlich unorganisiert ist
und die entscheidungen der leute meist eher impulsiv als überdacht sind.
im endeffekt haben wir 2 züge verpasst,
weil wir andauernd von einem bahnsteig auf den anderen gerannt sind,
bis wir dann endlich einen erwischt haben.
die züge hier sind zwar nicht gerade in einem guten zustand wie in europäischen großstädten,
aber das hatte ich ehrlich gesagt auch nie erwartet.
im endeffekt waren wir glaube ich 20 minuten zu spät in der schule,
aber nora und ich sind sowieso nicht in den unterricht gegangen,
sondern haben mit jil und lea,
die grade an ihrem tagebuch,
dass wir hier alle erstellen müssen,
weitergearbeitet haben,
vor dem klassenraum herumgesessen.
das mit diesem tagebuch ist wie gesagt verpflichtend.
wir sollen über unsere gastfamilie,
unsere anreise,
buenos aires
und anderen sachen schreiben,
was ich aber eigentlich auch gut finde,
denn dann haben wir wirklich alle eine tolle erinnerung an unseren austausch.
später,
naja um halb drei aber das bedeutet ja halb acht in deutschland,
sind wir vier dann noch zu starbucks gelaufen.
da ich aber immer noch kein geld in pesos umgetauscht habe,
konnte ich nichts kaufen.
pünktlich zum schulschluss sind wir zurückgelaufen,
um vici und agustina zu treffen und außerdem noch andere deutsche,
die nora eingeladen hat.
sie wollte gerne mit allen noch einmal zeit verbringen,
bevor sie abfliegt.
ich war in dem moment wirklich verdammt überfordert mit den ganzen namen.
jil,
lea und nora kannte ich zwar,
aber auf einmal waren da noch 7 andere deutsche mädchen und tausende freundinnen von agus und vici,
die alle gefragt haben,
wie mein flug war und wie es mir geht und so weiter.
es war richtig lieb von allen,
dass sie mich so willkommen geheißen haben,
die argentinierinnen sind alle sehr offen und auch mit einigen deutschen habe ich mich länger unterhalten.
philipp und ich sind scheinbar zu einem etwas komischen zeitpunkt hergekommen:
richtig viele,
die jetzt hier sind (insgesamt sind wir glaube ich 27),
sind schon seit ende märz in buenos aires und fahren innerhalb der nächsten drei wochen
und ebenfalls richtig viele kommen erst noch.
im juli werden wir soweit ich weiß 48 deutsche sein und ich finde das ehrlich gesagt nicht so verlockend. dann rennen auf einmal beinahe 50 deutsche in der schule rum,
die sowieso nicht so groß ist,
und die argentinier haben bestimmt kein wirkliches interesse mehr daran,
sich mit einem der vielen deutschen richtig anzufreunden.
auch werde ich einfach nicht mehr durchblicken bei den ganzen neuen namen
und es werden sich sicherlich grüppchen bilden.
das war bestimmt viel schöner für die ersten 10 deutschen,
die sich jetzt alle so gut miteinander verstehen!:/
aber da man daran wohl nichts mehr ändern kann,
muss ich versuchen,
das beste daraus zu machen..
wir gucken jetzt einfach,
dass wir uns von den alten hasen hier noch ganz viele tipps geben lassen,
da wir ja bald die alten sind.
ich habe schon gelernt,
bei wem ich auf gar keinen fall in den unterricht gehen sollte und wie das ungefähr mit dem geld abläuft.
als wir dann alle zusammen bis nach hause gelaufen waren,
musste ich wirklich lachen:
weder agustina noch vici hatten ihre schlüssel - llaves - dabei
und sandra und cynthia waren beide nicht zuhause.
damit wir reinkonnten sind agustina und ihre freundin,
die sehr lieb ist,
aber deren namen ich noch immer nicht weiß,
einfach mal über 2 zäune geklettert und haben uns die tür geöffnet.
das manöver hatte schon einen applaus verdient..:D
ich habe mich gefreut,
als alle anderen deutschen gesagt haben,
dass sie nur in wohnungen wohnen und unser haus ziemlich cool ist.
das finde ich aber auch,
so von den dimensionen ist das eigentlich alles wie bei uns,
es gibt einen garten mit pool und das beste ist glaube ich das "zweithaus".
dort wohnt zwar niemand,
aber es gibt sofas,
tische,
stühle,
ein bad..
perfekt also zum feiern.
in diesem haus,
das eigentlich nur aus einem großen raum besteht,
haben wir alle zusammen gesessen und geredet,
gelacht und gegessen.
vor allem gegessen:D
chocotorta,
die nora und agus bevor wir zur schule sind extra noch gemacht haben,
ist verdammt lecker.
ich werde bald einen extrapost über all die köstlichkeiten,
die ich hier schon gegessen habe machen
- mit photos, bei denen mir zumindest das wasser im mund zusammenläuft..;)
von dem gemeinsamen abend gibt es auch ein paar photos,
vielleicht komme ich ja irgendwie mal an die heran,
dann poste ich sie hier.
obwohl ich anfangs echt nicht sicher war,
ob ich an meinem ersten tag direkt zur schule sollte oder nicht besser ausschlafen,
war ich richtig froh,
dass ich mich im endeffekt doch aufgerappelt habe.
zum einen ist das natürlich besser,
damit ich den jetlag schnell loswerde
und so konnte ich schon an meinem ersten tag viele neue leute kennenlernen.
um 7 sind alle gegangen,
da sie nicht allzu spät nach hause kommen dürfen.
ich habe mich danach noch kurz mit sandra unterhalten und bin dann nochmal hoch ins zimmer.
zum glück habe ich es tatsächlich geschafft,
so eine viertel stunde mit meinen lieben eltern zu skypen!
danach kam dann aber sergio,
der vater der hauses,
von der arbeit zurück und ich wollte ihm natürlich sofort hallo sagen.
zugegeben,
ich habe immer erstmal ein bisschen respekt vor den vätern anderer leute,
weil ich auch schon manche erlebt habe,
die richtige familienoberhäupter sein wollen und andauernd rumbestimmen.
aber bei sergio ist das alles anders,
er ist richtig richtig lieb!
ich bin so unendlich erleichtert und froh,
dass ich es so gut mit meiner gastfamilie getroffen habe,
schließlich werde ich noch viel zeit mit ihnen verbringen!
vici,
agus,
sandra
und sergio,
cynthia
und auch nicht zu vergessen die beiden süßen hunde bruno und yaru,
von denen ich euch unbedingt auch mal photos zeigen muss,
sind alle wirkliche schätze.
ich freue mich sehr auf alles,
was wir gemeinsam erleben werden!
meine ganzen gastgeschenke habe ich an diesem abend auch noch verteilt.
von deutschland hatte ich verdammt viele süßigkeiten wie haribokrams und schokolade für agus und vici
und pralinen für sandra und sergio mitgebracht.
auch für cynthia hatte ich pralinen.
außerdem haben agus und vici noch die tshirts bekommen, die ich mit kartoffeln bestempelt hatte
- die habt ihr ja schon gesehen -
und für sandra und sergio gab es noch tee und birnenschnaps.
auf agustinas wunsch,
habe ich erstmal behaupten müssen,
der alkohol sei selbstverständlich "solamente por agustina"..:D
spät spät spät um 9,
also um 2 in deutschland,
gab es dann abendessen.
alle,
die schonmal in argentinien waren,
müssten auch sofort wissen,
was es gab,
wenn ich ihnen sage,
welches datum wir hatten:
den 29.
gnocchis!
am 29. jeden monats ist hier gnocchitag
- dia de ñoqui -
wahrscheinlich ein brauch,
den man auf die italienischen wurzeln vieler argentinier zurückführen kann.
bei allen familien hier gibt es an diesem abend selbstgemachte gnocchi
und alle deutschen haben gesagt,
dass sie das unbedingt auch bei sich einführen wollen,
sobald sie zurück sind..;)
zum essen war auch noch die tante da,
leider habe ich ihren namen einfach schon wieder vergessen!
sie ist aber auch sehr nett.
anscheinend waren mir dann aber langsam die strapazen
dieses endlos langen und verdammt ereignisreichen ersten tages wirklich ins gesicht geschrieben,
sodass ich ins bett entlassen wurde,
damit ich endlich meinen schlaf nachhole.
das war auch besser so,
denn nachdem ich noch kurz wach war,
schon ein bisschen geschrieben und dem straßenlärm zugehört habe, sind mir die augen endlich zugefallen.
ich glaube, der 29. mai war wirklich der längste und aufregendste tag, den ich seit langem erlebt habe!


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